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VeloMarkthalle: Finale Race Odyssey – Skill Games

Ein Wochenende im Zeichen des Velos!

Für das Wochenende vom 28./29. März wird die Markt- zur VeloMarkthalle.

Mit der Tour des Trucs, dem Velomarkt und dem Finale der Race Odyssey sowie Skill Games folgt in diesen zwei Tagen ein Höhepunkt dem anderen. Wir setzen dem Ganzen mit dem Finale der Race Odyssey, mit einem kurzen, knackigen Alleycat, sowie Skill Games in (!) der Markthalle das Sojasahnehäubchen auf!

17:00 Registration

18:00 Skill Games

20:00 Alleycat

23:00 Rangverkündigung

Für das leibliche Wohl wird bis um 02:00 Uhr morgens gesorgt sein, das volle Programm findet Ihr unten und im Facebook-Event: fb.com/events/1544104439210999/

SAMSTAG, 28. MÄRZ 2015

VELOMARKT | 10 – 16 UHR
Fahrbare Velos und Anhänger können verkauft oder gekauft werden.
– Anlieferung der Velos zum Verkauf: Freitag 18 – 20 h & Samstag 8 – 10 h
– 10 – 16 h Veloverkauf
– 16 – 18 h Abholung Geld (oder nicht verkaufte Velos)

FLICK- & PUTZSTATION | 10 – 16 UHR
Fahrradmechaniker sind vor Ort, um gekaufte oder private Fahrräder zu flicken. Werkzeug zur Selbstreparatur steht zur Verfügung.
Auch Vinylplatten-Reinigung gibt’s vor Ort: Bring deine Lieblingsplatte mit!
Initiiert von der Rep-statt, supported by Velo Willi (velowilli.ch) & Macherschaft Werkhof Gundeli.
Samstag & Sonntag 10 – 16 h

MEO KURIEREVENT | ab 17 UHR
Skill-Games oder Alley-Cat, spektakuläre Spiele und Rennen zum Mitmachen oder Zuschauen.
www.meobasel.ch

SONNTAG, 29. MÄRZ 2015 | 10 – 16 UHR

TOUR DES TRUCS
Tour des Trucs ist ein Flohmarkt für gebrauchte Veloteile & -bekleidung, neuwertige Auslaufware rund um Velokultur, zum Kaufen oder Tauschen. Mehr Infos & Standanmeldung unter: www.tourdestrucs.com

Radeln in Moskau – Flinke Finger mit wirren Gedanken #2 by Philipp Füllemann

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Ein Velokurier hält es nicht einen ganzen Tag lang ruhig, ohne Bewegung, auf einem Bürostuhl aus. So auch ich nicht. Ich verlasse das Institut in dem ich Praktikant bin, klirrende Kälte schlägt mir in Gesicht, es ist bereits dunkel. Ich brauche mein Velo! Dick eingepackt setze ich mich auf den Sattel und trete in die Pedale. Soll ich auf dem Gehsteig fahren, so wie die meisten der wenigen Velofahrer hier in Moskau? Minutenlanges Warten an den Fussgängerübergängen, Unterführungen unter den breiten Strassen hindurch, den Verkaufsständen ausweichen, in eine Hundeleine fahren? Lieber stürze ich mich in den Verkehr auf dem Prospekt. Vorerst ist es allerdings nur eine Strasse und noch kein Prospekt, das heisst drei Spuren in jeder Richtung, vollgestopft mit heimkehrenden Biznesmjeny. Ich jage an den sich stauenden Autos vorbei, manchmal jagen die Autos an mir vorbei, wenn sie endlich mal wieder ein paar Meter fahren können. Ich weiche sich öffnenden Autotüren aus, umfahre deckellose Kanalisationsschächte und reisse einen Vollstopp, um nicht vom rechts abbiegenden Auto abgeschossen zu werden.

Bei der riesigen Gagarinstatue biege ich auf den Leninskij Prospekt ein, wo mich sechs Spuren von den entgegenkommenden Autos trennen, welche sich ihrerseits ebenfalls auf sechs Spuren austoben. Vorerst halte ich mich vorsichtig rechts, werde aber von einem sich kreuz und quer durch die Schlangen schlängelnden Velofahrer, zu waghalsigerem Fahren angespornt.

Die Moskauer Autofahrer reagieren unterschiedlich auf mich. Einige haben Ehrfurcht vor mir, würdigen meinen Mut und geben sich Mühe mir Platz zu machen. Andere sind beleidigt, dass ich auf meinen zwei Rädern ihren zwei Tonnen schweren Porsche überhole und beschleunigen auf das Doppelte. Eine Klapperkiste überholt mich, ein Kopf hängt aus dem Fenster und schreit mich auf Russkij Mat an, die russische Vulgärsprache. Diese besteht ursprünglich aus nur vier Worten, aus welchen in den sibirischen Gefangenenlagern mit hunderten Abwandlungen ein grenzenloses Fluchrepertoir geschaffen wurde. Zum Glück verstehe ich von dem Gebrüll nichts.

Berauscht von der rasanten Fahrt, befinde ich mich plötzlich auf der Brücke über der Moskva, die Stadt mit ihren vielen Lichtern breitet sich auf allen Seiten aus. Eine der sieben Schwestern Stalins lacht mich an, ich grinse zurück und fahre weiter, am Diensteingang des Kremls vorbei, wo ich den zweiten Vollstopp reisse. Ein Regierungsfahrzeug mit Blaulicht schneidet mir den Weg ab und braust in den Kreml. Solche haben immer Vortritt. Ich schleiche mich an einer Schranke vorbei, werde von Sicherheitsleuten zurückgewiesen, nehme den Weg durch den Park und ehe ich michs versehe, rolle ich über den Roten Platz. Mit einer Runde um sein Mausoleum erweise ich Lenin meine Ehre, flüchte aber schnell wieder von Touristentrubel und Gutberubelten.

In der wegführenden Strasse versuchen Bentley, Mercedes und Jaguar ihren Platz zu behaupten, wie Schüler auf dem Pausenhof. Man sagt, Moskau habe die grösste Dichte an Bentleys der Welt. Sollen sie sich prügeln, ich hau’s über die Soljankastrasse nach Kitaj Gorod. In diesem Viertel trieben sich früher Ausbrecher aus Sibirien, Diebe und Dirnen in den Kellerkneipen und Kaschemmen herum, der lange Arm des Gesetzes hatte keinen Zugang zu diesen Winkeln. Weit weg ist hier das Gewimmel und Gebrause der Prospekte, es ist so ruhig, als befände ich mich in einer Kleinstadt. Ich bewege mich durch ein Labyrinth von schmalen Strassen, alten Stadtpalästen und keuschen Klöstern. Links und rechts öffnen sich Tore zu Hinterhöfen, durch die man wiederum in andere Hinterhöfe gelangt. Moskau, das sind nicht die Prachtstrassen, das sind die Hinterhöfe. Im ersten Hof finde ich einen Friseur, einen Bücherladen und ein Reisebüro, im nächsten eine Bar, einen Kleiderladen und eine Tanzschule. Nichts weist beim Tor des Hofes auf ihre Existenz hin, wie soll man zufällig auf sie stossen?

Auf dem Rückweg fahre ich durch das edle Viertel Zamoskovorechie, hier gibt es einen der wenigen Fahrradwege in Moskau. Prominent beschildert taucht er plötzlich auf, führt ein paar Strassenzüge auf dem Gehsteig der Strasse entlang, um dann ebenso plötzlich wieder im Nichts zu verschwinden. Natürlich lass ich mir die Absurdität ihn zu benützen nicht entgehen.

Durch ein stalinistisches Arbeiterviertel, einer langen Friedhofsmauer und einer Fabrik mit fünf qualmenden Kühltürmen entlang, gelange ich zurück in mein Viertel, Profsojusnaja. In meinem Hinterhof ist es ruhig, aus meiner Wohnung im 15. Stock schaue ich zurück auf das Moskau, durch das ich heute Abend gerollt bin. Ich sehe tausende Lichter und Türme und überlege mir, wo ich morgen meine zwei Räder durchjagen soll.

Велосипедный привет из Москвы!

 

 

 

 

 

This Girl is Bad-Ass – Movienight im Erlenmatt

1014381_790510967628959_826008372_nDie V.i.P. quartierfreundliche Nutzungen Erlenmatt (http://www.vip-basel.ch/) organisieren am Donnerstag, 13. Februar 2014 im Quartiertreffpunkt  Erlenmatt/Rosental (ex-NT) einen Filmabend bei dem “This Girl is Bad-Ass” gezeigt wird, welchen wir sehr empfehlen können.

Alle Infos zum Anlass findet Ihr auf der Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/1419601751613326/

Film-Infos:
Die junge Jakkalan arbeitet als Velokurierin auf den Strassen Thailands. Dabei fährt sie auch immer wieder Aufträge für allerhand halbseidene Figuren aus und findet sich plötzlich mitten in den Auseinandersetzungen zweier rivalisierende Gangster wieder. Doch zum Glück weiss Jakkalan, wie sie austeilen kann…

Ein Thai-Martial-Arts-Trash-Movie mit vielen Velos und Slapstick!

 

Velo-city-Kongress nicht nach Basel – ein Zeichen?

Wie die Oberrheinische Zeitung berichtet, wurde die Bewerbung von Basel für den Velo-city-Kongress 2015 nicht berücksichtigt. Der Zuschlag ging an Nantes.
Dies sollte ein Signal an unsere PolitikerInnen sein, das neue Verkehskonzept nochmals zu überdenken. Velo-city-Kongress nicht nach Basel – ein Zeichen? weiterlesen

Fruchtbarkeitsgraben in Basel entdeckt!

Ostersamstage sind gute Tage. Man kann an sportlich-gesellschaftlichen Ausfahrten teilnehmen. Ein geniales Konzert der Newcomer-Band Otto Normal, gekoppelt mit einem Alleycat hat auch so faule Osterhasen wie mich aus dem Nest getrieben. Ein gutes Grüppchen, Altersdurchschnitt weit unter den Ü-25-Partys, hat sich dazu bei O&G eingefunden, um in der ganzen Region Scavenger Hunt-mässig Zutaten für ein österliches Nest einzusammeln. Nach dem ersten Bierpoint am Wettsteinplatz war das Rennen für mich auch schon gelaufen, ich geh doch nicht ins Grossbasel, pff. All dies ist aber völlig belanglos, viel wichtiger ist eine dabei gemachte Entdeckung: der scheiss Claragraben ist bis zur Sperrstrasse in der Gegenrichtung offen für Velos! Läck, endlich weniger Bussen, wenn man vom Claraplatz in Richtung Johanniterbrücke prescht. Jetzt fehlt noch: Hammerstrasse, Rheingasse, vorwärts marsch!

Otto Fruchtbarkeitsgraben
Otto freut sich über den geöffneten Claragraben!